Dorothea Brummerloh

freie Journalistin

Sendungen

Von Feen, Kobolden und Elfen: Der Fairy Folk-Glaube im katholischen Irland (BR 2 „Katholische Welt“)

Geht es um die Fairys ist die irische Nation gespalten. Die einen wollen sich in der Weltöffentlichkeit nicht lächerlich machen. Die anderen glauben daran, sehen die übernatürlichen Wesen als Bestandteil ihrer Kultur, der schützenswert ist. Der Ursprung des Glaubens wird in den Naturkräften gesehen, die sich die Menschen jahrhundertelang nicht rational erklären konnten. Die Isolation der Insel und die langen Winter trugen zur Aufrechterhaltung des Glaubens bei. Die streng gläubigen Iren können den Aberglauben mit ihrem christlichen Glauben gut vereinbaren.

Von Feen, Kobolden und Elfen (mp3)

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Fromm, gebildet und politisch - Die Benediktineräbtissin Maire Hickey (Deutschlandradio Kultur „Religionen“)

Das Kloster als Ort und als Lebensform blickt auf 200 Jahre Geschichte zurück und die wesentlichen Grundzüge haben sich nicht verändert. Aber dennoch, und das übersieht man leicht, bieten Klöster Raum für ganz bunte, vielfältige und auf jedem Fall aus dem Rahmen fallende Lebensentwürfe. Das gilt besonders für Frauen – schon im Mittelalter und auch noch heute.

Die Äbtissin des irischen Klosters Kylemore Abbey hat so eine bunte Lebensgeschichte. Die führte sie vom naiven Glauben in die Wissenschaft und dann wieder ganz neu ins Kloster, von Irland über Oxford nach Niedersachsen zurück nach Irland ins idyllische Connemara.

Die Benediktineraebtissin Maire Hickey (mp3)

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Stolz, unabhängig, ausgegrenzt: Die irischen Traveller (rbb Kulturradio - „Gott und die Welt“)

Früher zogen sie in Planwagen, später in Wohnwagen durch Irlands Grafschaften. Als Wanderhandwerker schliffen sie Scheren, flickten Kessel, handelten mit Pferden und unterhielten die Menschen mit Volksliedern und dem neuesten Klatsch. Die Pavee, die sich selbst Irish Traveller nennen, sind stolz auf ihre Traditionen.

Und Stolz ist eines der wenigen Dinge, die ihnen geblieben sind. Da die Bauern heute mit dem Auto zum Einkaufen fahren, Plastikgeschirr die Zinn- und Blechkessel längst abgelöst haben, gibt es für ihre nomadisierende Lebensweise keine Grundlage mehr. Wollen sie sich allerdings niederlassen, werden sie von ihren sonst so gastfreundlichen Landsleuten oft vertrieben und müssen weit außerhalb der Orte leben – manchmal ohne Strom, fließendes Wasser, sanitäre Anlagen. In Läden verdächtigt man sie häufig, gestohlen zu haben, in manchen Pubs werden sie nicht bedient. Die gläubigen Katholiken sind keine Fremden, aber eine ausgrenzte Minderheit.

Die irischen Traveller (mp3)

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Beara-Peninsula- eine Reise ans Ende der Welt? (Radio Bremen 2 "Lieblingsort")

Während die Halbinseln Sheep´s Head und Mizen Head dem grünen Postkartenidyll Irlands nahe kommen, sei Beara-Peninsula im Südwesten Irlands laut Reiseführer eine kahle schroffe Halbinsel, die 50 Kilometer weit ins Meer hinausragt. Der „Ring of Beara“ ist eine schmale Panoramastraße, die sich um diese Halbinsel zieht. Sie ist im Gegensatz zum weiter nördlich gelegenen „Ring of Kerry“ für Reisebusse viel zu schmal und für Fahrzeuge über 2,8 Tonnen gesperrt. Deshalb sind hier deutlich weniger Touristen anzutreffen. Wer es wagt, kann atemberaubende Blicke auf die Küste genießen, sieht im Landesinneren sanfte Hügel, Steinmauern und niedrige Sandsteinberge. Beara wird von Radlern und Wanderern geschätzt, ist aber auch etwas für Hobbyarchäologen und Märchenfans.

BR2 Lieblingsort Beara Peninsula (mp3)

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Licht am Ende des Tunnels: Die katholische Kirche in Irland nach dem Missbrauchsskandal (SR2 "Hörstoff")

Die katholische Kirche Irlands blickt auf eine lange Geschichte zurück. Darunter auch eines der dunkelsten Kapitel: den Missbrauchsskandal. Untersuchungsberichte haben offengelegt, dass Tausende Kinder in katholischen Einrichtungen misshandelt wurden und diese Taten systematisch vertuscht wurden. Durch diese Enthüllungen kollabierte die moralische Autorität der Kirche Schlag auf Schlag. 2018 hat Papst Franziskus den Kindesmissbrauch durch Geistliche in Irland als "abscheuliches Verbrechen" bezeichnet. Wie steht es um die katholische Kirche in Irland 2019?


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