Dorothea Brummerloh

freie Journalistin

Über mich

Vor 53 Jahren wurde ich als viertes Kind einer sehr toleranten Familie geboren und wuchs behütet von Eltern, Geschwistern, Tanten, Onkeln und Großeltern in einem richtigen Mehrgenerationenhaus auf. Das war nicht immer einfach, aber als Jüngste hat man so seine Privilegien. Das behaupten zumindest meine älteren Geschwister. Na ja, vielleicht haben sie auch ein bisschen Recht. Auf jeden Fall hatte ich alle Freiheiten, die ich brauchte und konnte vieles ausprobieren: Fußball, Leichtathletik, Zeichnen, Trompete … Judo.

Sport war das Einzige, was mich über eine längere Zeit faszinieren konnte. Nirgendwo konnte ich meinen Bewegungsdrang so ausleben. Auf jeden Fall hat Judo so viel Spaß gemacht, dass ich mehrmals in der Woche trainierte und recht erfolgreich war. Hätte so weiter gehen können, doch ein Sportunfall beendete den Traum.

Mein Opa hat gesagt: Dann lernst Du nach dem Abi eben was Anständiges. In meinem Falle hießt das Agrotechniker/ Mechanisator - kurz Treckerfahrer. Schnell habe ich begriffen, dass man auch im Winter und bei Regen raus muss. Und weil das so gar nichts mit romantischen Landleben zu tun hatte, bleib nichts anderes übrig, als Agrarwissenschaften zu studieren. Hat richtig Spaß gemacht, nur ging der Betrieb pleite und ich kam in eine Sinnkrise.

Leider ergriff mich dann das Helfervirus, gegen das man nichts machen kann. Ergo folgten Krankenschwesterlehre, Fachausbildung und einige Jahre schuften im 3-Schicht-System.

Irgendwann ging ich zurück zu den Agrarwissenschaftlern, habe Sortenversuche betreut und Versuchsberichte verfasst, die eher feinsinnigen Prosa glichen und nicht der Aufzählung von Sorteneigenschaften. Und da hatte ich endlich mein „Ding“ gefunden: Ich wollte schreiben. Also bin ich noch mal zur Schule, diesmal auf eine Journalistenschule. Und dort habe ich den Hörfunk entdeckt, ein faszinierendes Medium, dem ich bis heute für die verschiedenen ARD - und ZDF- Anstalten treu geblieben bin.